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08.08.2001 Death Valley - Las Vegas
(KALIFORNIEN - NEVADA)


Wunderschöne Sanddünen und eher tot wirkende Wüstenlandschaft erwarten uns im Tal des Todes. Die glühend heiße Sonne und das Fehlen von Schattenspendern bereitet fast unerträgliche Hitze. Wenn man sich aber trotzdem für diesen Ausflug entscheidet, wird man mit einer wunderbaren Vielfalt der Natur belohnt.
Ein extremer Kontrast hierzu ist Las Vegas, das wir am Abend erreichen.


Straße im Death Valley Der heutige Tag ist mit Sicherheit einer der anstrengendsten und heißesten Tage unserer kompletten Reise. Wir tanken das Auto nochmals voll auf, und machen uns auf den Weg ins Death Valley. Die Fahrt dorthin ist ziemlich lang und auch mit einem eigenartigen Gefühl verbunden. Es sind kaum andere Menschen dort, und man fährt hunderte von Kilometern, ohne dass man einem anderen Auto begegnet. Die Straßen sind unendlich lang und scheinen bis ans Ende der Welt zu führen.

Death Valley Diese Wüstenlandschaft fasziniert mich total. Es gibt tatsächlich Pflanzen, die sich an diese Hitze anpassen und dort überleben können - sogar unglaubliche 900 (!) verschiedene Arten.

Wir machen ein paar kurze Zwischenstops für Fotos, sind aber jedes Mal froh wenn wir wieder ins klimatisierte Auto einsteigen können.

Sanddünen im Death Valley Wir sehen uns die Sanddünen an und gehen natürlich auch auf dem brennend heißen Sand spazieren. Was mich an Sanddünen so fasziniert, ist dass sie immer anders aussehen, je nach Wind und Wetter.

Unser nächstes Ziel: Badwater. Es liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist der niedrigste und auch heißeste Punkt der westlichen Hemisphäre. Ganze 52°C (gemessene Schattentemperatur) zeigt die Außentemperaturanzeige unseres Autos an. Nur leider ist, außer unter dem Auto, kein Schatten vorhanden.
Zur Info: Die höchste Temperatur im Death Valley wurde im Juli 1913 mit 56,7°C gemessen.



Las Vegas Wir fahren direkt vom Death Valley über die Grenze Kalifornien/Nevada, zu unserem nächsten Ziel - Las Vegas.
Plötzlich bekommen wir einen komplett neuen Eindruck der USA. Wir bleiben bei der ersten Tankstelle stehen um zu tanken und was sehen wir? Das komplette Tankstellengebäude ist zugepflastert mit Spielautomaten. Also die Grenze hätten wir auch ohne Straßenschild gemerkt.
Wir sind uns einig, dass man die Stadt das erste mal bei Nacht erleben muß, und lassen uns extra Zeit mit dem hinfahren.

Las Vegas Wir klettern auf einen nahegelegenen Hügel und blicken über die ganze Stadt im Abendrot. Langsam aber doch verschwindet die Sonne immer mehr, und die Lichter gehen an, bis letztendlich die ganze Stadt in der tiefschwarzen Nacht blinkt und leuchtet. Es ist ein unglaublich schöner Ausblick von diesem Hügel auf die 100.000en Lichter der Stadt.

Wir fahren nun durch dieses Lichtermeer und lassen die blinkenden Werbeschriften, Hotels, Casinos, Fastfoodketten, usw. einmal auf uns wirken. Direkt vom Death Valley in diese Stadt zu fahren ist schon ein wahnsinniger Kontrast, den man erst verarbeiten muß.

Las Vegas Bei fast unerträglichen 40°C um 22 Uhr (!) machen wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wieder einmal ein unfassbarer Anblick: Man geht in ein Hotel, ist geblendet von 100.000en Lichtern und hört nur das Geld rasseln und die Klingeltöne der Automaten. Ein Spielautomat steht neben dem anderen, und das in einer riesigen Hotelhalle. Fast jedes Hotel hat sein eigenes Casino, durch das man erst durchgehen muß, damit man überhaupt zur Rezeption des Hotels kommt.

Wir finden ein Zimmer und überlegen ob wir gleich das Nachtleben erkunden sollen. Nach diesem langen, heißen und anstrengenden Tag heben wir uns das aber doch lieber für morgen auf.


    Tipps:

  • Es ist ratsam, und vielleicht sogar lebensrettend, wenn man das Auto vor dem Nationalpark noch voll auftankt. Im Nationalpark gibt es keine Tankstellen (uns ist zumindest keine untergekommen).

  • Außerdem sollte man sich genug Getränke (am besten Wasser) mitnehmen und auch trinken, denn die Hitze ist wirklich fast unerträglich!!!

  • Sonnencreme, ein Sonnenhut und passendes Schuhwerk sind auch angebracht. (Ich hatte Sandalen an, und das ist keineswegs empfehlenswert, denn der heiße Sand, der in die Schuhe fällt ist nicht unbedingt als angenehm zu empfinden.)

  • Wenn man sonnenempfindlich ist, oder Probleme mit dem Kreislauf hat, sollte man besonders gut aufpassen. Es ist kaum Schatten vorhanden, und die extreme Hitze, vor allem wenn man sie nicht gewöhnt ist, kann den Kreislauf ganz schön durcheinander bringen.

  • Von den meisten Reiseführern wird empfohlen, im Winter ins Death Valley zu fahren. Um diese Jahreszeit kann man mit Temperaturen um die 30°C rechnen. Für mich war es allerdings ein tolles und unvergeßliches Erlebnis, diese extreme Hitze zu erleben (und überleben). Im Winter sind natürlich auch viel mehr Touristen dort. Wir hatten fast das ganze Tal für uns alleine, weil wir im heißesten Monat (August) und noch dazu zur heißesten Tageszeit (früher Nachmittag) dort waren.

  • Die Rezeption in einem Hotel in Las Vegas ist meist schwierig zu finden. Bei den meisten muß man zuerst durchs ganze Hotelcasino gehen, um zur Rezeption zu kommen. Dabei können schon mal ein paar Dollar in den Spielautomaten verschwinden.
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